Rheuma-Gymnastik
Mehrere Millionen Menschen leiden in Deutschland auf Dauer unter rheumatischen Beschwerden. Die Krankheit kündigt sich meist mit Schmerzen an und diesesteigern sich manchmal bis ins Unerträgliche. Verständlich, dass viele der so Gequälten Tabletten schlucken,Spritzen und notfalls sogar Operationen in Kauf nehmen, um deraggressiven Krankheit Herr zu werden. Doch trotz guter Fortschritte in der Therapie rheumatischer Krankheiten, eine wirkliche Heilung ist noch nicht in Sicht. Und so müssen die meisten von uns mit dem Schmerz leben lernen.

Das aber soll nicht heißen, sich resigniert zurück zuziehen und jede Bewegung zu meiden. Im Gegenteil: Halten Sie sich unbedingt beweglich! Denn Bewegung ohne zu große Belastung ist der natürliche Feind des Gelenk- und Muskelschmerzes. Durch konsequentes und zielgerichtetes Training können Sie einerVerschlechterung des Krankheitsbildes vorbeugen und ihre Beweglichkeit eher erhalten.


Mobil gegen Rheuma-Schmerz - Funktionstraining Drucken
Image»Wer rastet, der rostet«, heißt es im Volksmund. Dies gilt für rheumakranke Menschen umso mehr. Auch wenn die Gelenke schmerzen, müssen sie in Bewegung gehalten werden, sonst verschlimmert sich ihr Zustand. Dies gilt für Arthrose genauso wie für entzündliche Gelenkerkrankungen.

Mangelnde Bewegung kann zu Schäden in Gelenken führen, die nicht mehr wieder gut zu machen sind. Deshalb hat die Deutsche Rheuma-Liga ein ganz spezielles Bewegungstraining entwickelt, das seit vielen Jahren mit großem Erfolg angeboten wird: das so genannte Funktionstraining.

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Arthrose braucht Bewegung! Drucken
Funktionstraining bei Arthrose

Arthrose ist eine Verschleißerkrankung der Gelenke, bei der die Schädigung des Gelenkknorpels im Vordergrund steht. Das Gelenk wird weniger beweglich und zunehmend deformiert, die umgebenden Bänder werden überdehnt und locker. Die Arthrose kann jedes Gelenk befallen. Häufig gibt es Probleme an Schulter­gelenken, Hüftgelenken, Kniegelenken und an der Wirbelsäule.

Image Neben medikamentösen, operativen und physikalischen Thera­pien, dem Einsatz von gelenkschonenden Hilfsmitteln und Ergotherapie, ist es sehr wichtig, die Beweglichkeit der Gelenke trotz Schmerzen zu erhalten. In diesem Faltblatt finden Sie eine kleine Auswahl an Übungen, die sich besonders für Arthrose eignen. Die Übungen dienen der Kräftigung der Muskulatur und der Erhöhung der Mobilität und können in der beschriebenen Abfolge durchgeführt werden. Sprechen Sie jedoch vorher mit Ihrem Arzt und der Krankengymnastin.

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Fibromyalgie braucht Bewegung! Drucken
Funktionstraining bei Fibromyalgie

Das Fibromyalgie-Syndrom ist eine nichtentzündliche weichteilrheumatische Erkrankung, bei der Schmerzen an zahlreichen Muskeln und der Umgebung vieler Gelenke im Vordergrund stehen. Fast immer sind der Nacken mit Ausstrahlung in die Schultern, Ellenbogen und den Hinterkopf sowie in die Lendenwirbelsäulen-/Becken-Region betroffen. Typischerweise verstärken sich die Beschwerden nach längerer Ruhe (auch morgens) und in Zwangshaltungen, bessern sich jedoch in der Regel bei Bewegung.

Image Da mit medikamentöser Behandlung nur selten eine zufriedenstellende Wirksamkeit erreicht wird, ist physikalische Therapie die erfolgversprechenste Behandlung. Bewegung steht an erster Stelle: Leichte Gymnastik, später auch Kräftigungs- und Dehnungsübungen Vorübergehend kann es zu etwas mehr Schmerzen kommen, da die Bewegungsorgane in ungewohnter Weise gefordert werden. Ein Ziel der Gymnastik ist die Verbesserung der Koordination der Muskulatur ' z. B. durch Gleichgewichtsübungen. Gleichzeitig wird die Körperwahrnehmung sensibilisiert und auch die Fitness gefördert.
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